Woher kommt Hochsensibilität?

 

 

Seit etwa 25 Jahren widmet sich die amerikanische Psychologin Elaine N.  Aron dem menschlichen Phänomen einer besonders ausgeprägten, empfindsamen Reizwahrnehmung und untersucht dieses mit wissenschaftlichen Methoden.  Nach ihren Angaben ist mindestens  jeder zehnte Mensch, unabhängig vom Alter und Geschlecht mit einer hochsensiblen Reizwahrnehmung ausgestattet  und unterscheidet sich hierin  klar und deutlich von der normal-sensiblen Mehrheit.

Elaine N. Aron betitelt 1996 ihr erstes Buch mit "The Highly Sensitive Person - How to Thrife When the World Overwhelmes You" - sinngemäss auf deutsch: "Die Hochsensitive Person - Wie Du gedeihen kannst, wenn Dich die Welt überwältigt"!

Aber auch andere Wissenschaftler haben sich schon lange vor Aron diesem Thema gewidmet und haben ähnliche Befunde beschrieben, allerdings unter anderen Begrifflichkeiten:

Carl Gustav Jung (1875-1951), Schweizer Psychoanalytiker,  schreibt von "sensitiv Introvertierten mit angeborener Empfindsamkeit".

Oder Iwan Pawlow (1849-1936), russischer Arzt, hat durch entsprechende Untersuchungen "transmarginale Hemmungen bei Überstimulierung" festgestellt.

Alice Miller (1923-2010), Schweizer Psychologin, schreibt 1979 in ihrem Buch über "Das Drama des begabten Kindes" .

 

 

Hochsensibilität ist neurologisch nachweisbar und wird nach bisherigen Erkenntnissen auch über Generationen hinweg vererbt und prägt das Kind von Geburt an.  Das Kind ist “dünnhäutig" auf verschiedenen Ebenen und je nach Umständen und sozialen Reaktionen lernt es auf die ein oder andere Art mit dieser Disposition zu leben. Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass viele der zartempfindenen Kinder weniger  positive  Erfahrungen damit machen und eher weiter verstärkt werden in ihrer hochempfindsamen Konstitution.